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von Sido
23.12.2019
Es macht nie Spaß nach Hoffenheim zu fahren und erst recht nicht an einem Freitagabend pünktlich zum Start der Weihnachtsferien in allen deutschen Bundesländern. Zu lange ärgert man sich schon mit diesem gekünstelten Plastikverein des Sohnes einer durchaus ehrbaren Frau herum. Man erwischt sich immer wieder bei dem Gedanken, was passiert wäre, wenn man diesen Abschaum damals verdientermaßen wieder gen zweite Liga geschickt hätte. Aber genug der Hirngespinste und auf zur Gegenwart. In der sieht es wie folgt aus: Der BVB hat sich in den vergangenen Wochen wieder von seiner besseren Seite gezeigt und nach den Siegen gegen Hertha, Düsseldorf und Mainz einiges an Kredit gut machen können. Leider ging diese Serie aber auch in der laufenden Woche wieder kaputt, als man trotz wiederholter Führung durch drei (wirklich dumme!) Fehler zwei der drei Punkte hergab und sich 3:3 unentschieden vom Rasenballsportverein trennte. Ärgerlich genug, dass man diesen Ratten im Nachhinein dadurch zur Herbstmeisterschaft verhalf, die sie mutmaßlich ohne uns knapp verpasst hätten. Nichtsdestotrotz hieß es jetzt im letzten Spiel der Hinrunde nochmal ein Ausrufezeichen zu setzen und sich oben festzusetzen. Und vor allem vor den Blauen ins Ziel zu laufen!

So machte sich trotz der zu erwartenden lästig langen Anreise eine motivierte Autobesatzung in den Mittagsstunden auf den Weg nach Sinsheim zur <beliebiger-Sponsorenname-einsetzen>-Arena. Die Anreise stellte sich zuerst als überaus entspannt heraus, sodass wir nach bereits vier Stunden Fahrzeit Mannheim passierten. Ab hier hieß es dann aber auch Stop-and-Go und dank eines 25 km langen Staus brauchte man für die letzten 50 km geschlagene 2 Stunden. Immerhin hatten wir ausreichend Pufferzeit eingeplant. So erreichten wir den Stadionparkplatz knapp zwei Stunden vor Beginn. Dank der Faninfos konnte man sich schon denken, dass die Einlasskontrollen heute besonders nervig werden würden. Die heute geltenden Verbote stellten wohl eine Reaktion auf die Vorkommnisse der Vorsaison dar, aber ich frage mich ernsthaft, wo der Sinn dahinter ist, Zaunfahnen mit einer Größe von mehr als 1x1 Meter zu verbieten. Kann mir keiner erzählen, dass das keine Schikane ist … Gemeinsam mit den anderen Fanclubs des SD-Bündnisses flaggten wir dennoch im unteren Bereich des Stehers an und warteten die sehr kurze restliche Zeit bis zum Anpfiff ab.

Zum Beginn des Spiels schmetterte der Gästeblock direkt liebe Grüße an die Heimseite und bedankte sich für die erneute Gastfreundlichkeit. Auch danach ging es stimmungsmäßig super weiter. Die gute Stimmung im Block schlug anscheinend auch auf die Mannschaft über, die nach 17 Minuten verdient durch Götze in Führung ging. Die Mannschaft erspielte sich auch im Rest der Halbzeit noch einige Hochkaräter, die leider alle nicht im Netz endeten. So ging es denn mit einer knappen 1:0 Führung zum Pausentee. Die zweite Halbzeit begann im Gästeblock ähnlich laut, wie die erste aufhörte. Direkt zu Beginn wurden einige Gesänge und nonverbale Grüße an die Ortsansässigen Clubbesitzer und deren Familienangehörige gesendet. Auch die darauffolgenden Lieder haben wieder richtig geknallt und einem erneut bewusst gemacht, warum man sich diesen Mist überhaupt noch antut. Denn so gut wie es auf der Tribüne lief, so schlecht entwickelte sich leider das Spiel auf dem Rasen. Nach vermeidbaren Gegentreffern in der 79. und 87. Spielminute drehten die Hausherren das Spiel und ließen eine ratlose Truppe in schwarzgelben Trikots zurück. Diese erneute Nichtleistung war wieder der typische unenthusiastische und ideenlose Fußball, den wir in der Saison bereits mehrfach bestaunen durften. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen in der anstehenden Winterpause Lösungen für diese Probleme finden und die Mannschaft in der Rückrunde endlich wieder über 90 Minuten alles für Borussia reinhaut. Es ist traurig zu sehen, dass zumindest bisher in dieser Saison so unglaublich viel mehr möglich ist, aber die Patzer der ärgsten Konkurrenten im Titelrennen nie ausgenutzt werden können. Das kann nicht der Anspruch einer Mannschaft sein, die die eigenen Saisonziele am Anfang der Saison so klar definiert!

Nach Abpfiff wurden so denn die Sachen wieder eingepackt und allen Freunden frohe Feiertage gewünscht, bevor man sich auf den kurzen Fußweg zum Parkplatz begab. Durch ein Loch im Parksystem konnte der gewählte Parkplatz auch zügig gen Autobahn verlassen werden und wir erreichten Münster zu einer deutlich früheren Zeit als befürchtet. Enden möchte ich auf jeden Fall damit, all unseren Freunden und Lesern frohe Feiertage und einen guten Rutsch in eine hoffentlich bessere Rückrunde zu wünschen. Genießt die spielfreie Zeit und wir sehen uns in Augsburg!
Immerhin: Nie wieder Hoffenheim! (zumindest für die nächsten drei Jahre Smilie)
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