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von Sido
23.08.2017
Samstagsmorgens 8 Uhr, endlich wieder Bundesliga. Leider sollte es uns an diesem Samstag noch nicht vergönnt sein, das heimische Westfalenstadion wieder zu besuchen. Stattdessen verschlug uns die Reise ins triste Wolfsburg. Naja, beschweren möchte ich mich nach der Sommerpause nicht und ich hatte mir den Trip im Vorhinein auch durchaus langweiliger vorgestellt. Bei bestem Herbstwetter machten wir uns somit zu viert und mit einigen Freunden im Schlepptau auf den Weg gen Autostadt. Von Münster ging es über Rheine nach Hannover, wo wir die Stunde Aufenthalt mit einem Besuch im Zapfhahn überbrückten. Um eins erreichten wir dann Wolfsburg und suchten uns ein sonniges Plätzchen um die Zeit bis zum Anpfiff zu überbrücken. Als wir uns frisch gestärkt eine gute Stunde später auf den Weg zum Stadion machten, befand sich der Großteil der Dortmunder Schlachtenbummler noch am Bahnhof und wartete auf Nachzügler. Untypisch für Wolfsburg und in meinen Augen total übertrieben war das riesige Polizeiaufgebot.

Am Stadion angekommen wurden weitere bekannte Gesichter und Freunde begrüßt und auch zügig der Gästeblock geentert. Nachdem wir uns einen Platz im mittleren Bereich des Unterranges gesucht hatten, wurde es am Eingang auf einmal laut. Ein schneller Blick verriet den Grund. Anscheinend hatte die Polizei alle Hände voll damit zu tun, den Dortmunder Fans den Zutritt zum Oberrang zu verwehren. Ansich natürlich kein ungewöhnliches Schauspiel in Wolfsburg, war die Aggressivität der Polizei jedoch heute besonders auffällig. Hier wurde weder am Pfefferspray, noch am Schlagstock gespart und das Highlight war ein Beamter der erst ziellos umherirrte, dann als Ziel eine Frau fand und drauf losdrosch. Liebe Polizei, merkt ihr eigentlich noch was? Ganz davon abgesehen, dass viele der Fans Karten für den Oberrang hatten. Wer sich für einen Bericht eines Beteiligten interessiert, dem sei dieser Schwatzgelb-Artikel empfohlen. Gute Besserung für deinen Knöchel Kevin!

Kommen wir aber wieder zum Wesentlichen, dem Geschehen auf dem Rasen. Denn das Spiel entpuppte sich als absoluter Leckerbissen. Nach einer starken Anfangsphase klingelte es bereits nach 22 Minuten im Wolfsburger Kasten nach einem schönen Schuss von Pulisic. Bereits fünf Minuten später legte Marc Bartra mit einem absoluten Traumtor nach. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer vom Stolperjochen wurde vom Schiri mit einem Abseitspfiff geahndet, sodass der entscheidende Treffer von Auba in der 60. Minute auch den 3:0 Sieg über die VW-Betriebssportgruppe besiegelte. Das „Tor“ von Wolfsburg war auch gleichzeitig deren einzige gute Szene des ganzen Spiels, während bei den Dortmundern viele Ansätze zu gefallen wussten und auch das Ergebnis durchaus hätte höher ausfallen können. Passend zum Spiel war heute auch die Stimmung extrem ausgelassen. Gerade die Wechselgesänge über weite Teile der zweiten Halbzeit haben richtig Spaß gemacht. Man kann nur hoffen, dass wir den Schwung in die Saison mitnehmen und in der kommenden Woche im Westfalenstadion nahtlos daran anknüpfen.

Zum Beginn des Spiels wurden auch, wie in fast allen Stadien Deutschlands, einige Spruchbänder zum Thema DFB hochgehalten. Hoffen wir mal, dass das Gesprächsangebot vom DFB ernst gemeint ist und nicht, wie in der Vergangenheit, nur vorgeschobener Aktionismus ist. Ich möchte hier gar nicht zu weit ausholen und verweise euch bei Interesse an dem Thema auf die Seite vom Bündnis Südtribüne Dortmund, wo ihr eine ausführliche gemeinsame Stellungnahme zu dem Thema findet!

Nach Abpfiff ging es dann zügig zurück zum Bahnhof, von wo aus die Rückreise nach Münster angetreten wurde. In Hannover verabschiedete man sich von den Dortmunder Nasen, die die Rückfahrt über Minden und Hamm antraten, während unser Weg uns erneut über Rheine führte. Erwähnenswert ist hier noch ein tüchtiger Schaffner. Nachdem wir bereits in Osnabrück über 10 Minuten Verspätung gesammelt hatten (und fragt mich bitte nicht warum, weil wir von keinem anderen Zug überholt wurden und gefühlt auch bis Osnabrück die einzigen Insassen der Westfalenbahn waren), sorgte er dafür, dass wir unseren Anschluss in Rheine bekamen und nicht eine Stunde auf dem Land zubringen mussten. Auch wenn er sich dabei cooler vorkam, als der Sänger vom Jesussong auf Bibel-TV, war das trotzdem ne astreine Nummer! So kamen wir noch deutlich vor Mitternacht wieder in heimischen Gefilden an. Abschließend bleibt der Blick auf die Tabelle. Auch wenn das natürlich nach einem Spieltag wenig aussagekräftig ist, gefällt mir das Bild äußerst gut. Unsere Schwarzgelben auf dem obersten Treppchen vor den Bayern und den Blauen und sowohl Wolfsburg als auch die verhassten Dosenjünger auf einem Abstiegsplatz. Darf gerne am Saisonende genauso aussehen Smilie
Deutscher Meister wird nur der BVB!
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